Meine 15 Minuten Ruhm

Normalerweise muss man mindestens Bill Gates, Vorstandschef der Telekom oder Innenminister sein, um in einem Beitrag des Heise-News-Tickers namentlich erwähnt zu werden. Mir ist diese „Ehre“ vor einiger Zeit zu Teil geworden, ohne dass ich direkt etwas dafür konnte. Hier ist der Beweis. Offenbar hat Holger (Schwichtenberg) so gute Kontakte zum Heise-Verlag, dass jemand dort die Ankündigung der neuen PowerShell-Workshop-Reihe für 2009 in den Newsticker aufnahmen (der Umstand, dass die Workshops von der Zeitschrift ix aus demselben Verlag mitveranstaltet werden mag auch eine gewisse Rolle gespielt haben).

Wie dem auch sei, die kurze Notiz, eigentlich nicht der Rede wert, hatte in kürzester Zeit 115 (!) Kommentare zur Folge. Ein paar der Kommentare drehten sich, wie könnte es anders sein, um die Frage was denn bei der PowerShell bitte so mächtig sei, also wo steckt denn eigentlich die Power?

Eine Antwort auf diese Frage kann man genauso wenig geben wie auf die Frage was das beste Betriebssystem sei (sachlich betrachtet stellt die Frage im IT-Bereich im Jahre 2008 auch niemand mehr, da jedes OS sein Terrain erobert hat und die friedliche Koexistenz eine allgemein anerkannte Ist-Beschreibung ist). Dennoch gibt es ein paar allgemeine Argumente „Pro PowerShell“ (die zwangsläufig, da man sich meistens nur mit einer einzigen Shell beschäftigen möchte) auch „Contra-Andere-Shells“-Argumenente sind:

  • Die PowerShell behandelt alle Daten, mit denen sie jongliert nicht als Text, sondern als Objekt. Ein Objekt beschreibt den „Gegenstand“, denn es repräsentiert (Prozess, Dienst, User usw.) stehts „vollständig“ (bezogen auf die Informationen, die durch das darunterliegende Framework zur Verfügung gestellt werden). Vorteil: Die Kommandos, die den aus Objekten bestehenden Pipeline-Inhalt, weiterverarbeiten, besitzen die vollständige Information, die zudem „abfragbar“ ist. Das bedeutet, dass ein Sort-Kommando nach jeder beliebigen Eigenschaft sortieren kann. Bei einer textuellen Shell gibt es Abhängigkeiten, die das Sort-Kommando kennen muss.
  • Die PowerShell ist sehr konsistent. Das beginnt bei Kleinigkeiten wie der Bennenung der Cmdlets und der Parameter und weiter wie dem Providermodell. Vorteil: Die Lernkurve sinkt deutlich (wer sich jemans versucht hat in die Bash-Shell einzuarbeiten kann dies vermutlich bestätigen). Die Universellität bringt aber auch kleinere Nachteile mit sich.
  • Die PowerShell versteht sich zwar in erster Linie als Shell, aber auch als „Enabling Technik“ , also eine Technik, die etwas ermöglicht, was in der Form vorher nicht möglich war. Die Leichtigkeit, mit der sich z.B. dank des VMWare Infrastucture Toolkits (VI Toolkit) und 125 speziellen Cmdlets VMWare-Installationen administrieren lassen ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Natürlich ist auch bei der PowerShell längst nicht alles perfekt. Als typische 1.0-Version besitzt sie noch einige Lücken (Skripts Remote ausführen zu können und fehlende AD-Cmdlets seien als Beispiele genannt) und auch die erwähnte Konsistenz wirkt sich nicht auf alle Bereiche aus. Aber, das wird in der schnelllebigen Branche schnell vergessen, die PowerShell 1.0 ist gerade einmal 2 Jahre alt.

Übrigens, der nächste PowerShell-Workshop findet vom 3. bis 5. Februar 2009 in Essen statt (Holger hat mir versprochen, dass dieses Mal keine Großmesse gleichzeitig stattfindet und der Karneval ist in der Gegend nicht so ausgeprägt wie weiter südlich den Rhein entlang).

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